CDU | Höchst/Unterliederbach
 




   
Höchst
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Der Frankfurter Stadtteil Höchst mit ca. 12.500 Einwohnern liegt 10 km westlich der Frankfurter Innenstadt am nördlichen Mainufer nahe der Niddamündung.

Im Jahre 790 erstmals als "Hostat" urkundlich erwähnt, wurde Höchst von der mehr als 1000 Jahre währenden Zugehörigkeit zum weltlichen Territorium des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz entscheidend geprägt. In der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte die Industrialisierung ein und veränderte Höchst nachhaltig. Weltweit bekannt wurde Höchst durch die Farbwerke Hoechst, die auch einst ein wichtiger Grund für die Eingemeindung der Stadt Höchst im Jahr 1928 durch die Mainmetropole war. Die Farbwerke Hoechst gingen inzwischen in einem multinationalen Konzern auf.

Eindrucksvoll ist die malerische Altstadt mit den Fachwerkhäuschen rund um das mittelalterliche Schloss. Sie blieb im 2. Weltkrieg von der Zerstörung verschont.

Das Residenzschloss entstand zwischen 1586 und 1608 unter dem Kurmainzer Erzbischof Wolfgang von Dalberg. Der pittoreske Schlossplatz lädt mit seinen gemütlichen Kneipen mit Blick auf Zollturm (Bild links) und Maintor zum Verweilen ein.

Die über 1200 Jahre alte Justinuskirche (Bild rechts) ist das bedeutendste historische Bauwerk in Höchst und gehört zu den wichtigsten Denkmälern Frankfurts und Hessens. Seit 1803 ist sie keine Klosterkirche und seit 1909 keine Pfarrkirche mehr. Es finden aber nach wie vor regelmäßige Gottesdienste statt. Besonders als "Hochzeitskirche" ist sie beliebt. Die Justinuskirche hat als Aufführungsraum für Konzerte, besonders währen des alljährlichen Höchster Orgelsommers, einen bedeutenden Ruf.

Im Dalberger Haus, einem Adelssitz aus dem 16. Jh., hat die weltbekannte, 1746 gegründete, Höchster Porzellanmanufaktur ihren Sitz. Sie ist die zweitälteste Porzellan-Manufaktur in Deutschland und die einzige Porzellan-Manufaktur in Hessen. Noch heute werden hier Höchster Porzellane der Spitzenqualität von Hand geformt und bemalt. Im Gewölbekeller ist eine Porzellanausstellung untergebracht. Im Kronberger Haus (um 1580 erbaut) befindet sich die größte Sammlung von alten Höchster Porzellanen.

 Auf dem Marktplatz in Alt-Höchst findet an 3 Tagen in der Woche der Höchster Wochenmarkt (seit 1356) statt. Zwischen Höchst und Schwanheim verkehrt die letzte Mainfähre in Frankfurt.

Der Bolongaropalast mit Bolongarogarten (Bild rechts) ist eine schmucke Anlage im Herzen von Höchst. Mit Skulpturen und dem wasserspeienden Neptunbrunnen bestückt, erstreckt sich der Park über zwei Terrassen hinunter zum Main. Das ehemalige Barockpalais  wurde zwischen 1772 und 1780 vom wohlhabenden Tabakfabrikanten Bolongaro erbaut. Der westliche der beiden Gartenpavillons gehört zu den beliebtesten Standesämter Frankfurts. Die herrschaftliche Kulisse ist wie geschaffen für repräsentative Hochzeitsfotos.
 

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